Glaskörper- und Netzhautchirurgie des Zentrums für Augenheilkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
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Aktuelles aus der Netzhautabteilung


Makuladegeneration: Erfolg versprechende Behandlungsergebnisse der Kombinationstherapie

9.03.2007

Positive Behandlungsergebnisse mit PDT, cPPV, Avastin und Dexamethason (sogen. Kombinationstherapie) der Uni-Augenkllinik Frankfurt wurden jetzt auch in der Amerikanischen Fachliteratur veröffentlicht. Durch Kombination einer photodynamischen Therapie mit einer Kern-Vitrektomie und Injektion von Avastin und Dexamethason steigt das Sehvermögen bei Patienten, die an einer Gefäßneubildung bei altersabhängiger Makuladegeneration leiden, an. Statt wiederholter Behandlungsnotwendigkeit alle 4 oder 6 Wochen (Einzelmedikamente) ist im Rahmen einer Kombinationstherapie mit einer anhaltenden positiven Wirkung über viele Monate zu rechnen. Die Netzhautabteilung der Uni-Augenklinik Frankfurt sucht weiter Patienten zur Behandlung mit Lucentis unter Studienbedingungen.

Das in der Augenheilkunde jetzt so erfolgreiche Medikament Avastin wurde ursprünglich für die Behandlung von bösartigen Darmtumoren entwickelt und zugelassen. Ähnlich erfolgreich scheint auch die "kleine Schwester" des Avastin, genannt "Lucentis" zu sein. Lucentis ist speziell zur Therapie der altersabhängigen Makuladegeneration in klinischen Studien untersucht und zugelassen worden. Kleiner Wermutstrophen: Lucentis kostet ein Vielfaches mehr als Avastin und wird trotz Zulassung nur in Einzelfällen und auf Antrag von den Gesetzlichen Kassen finanziert. In wieweit Vor- und/oder Nachteile bei dem einen oder anderen Medikament überwiegen, ist Gegenstand von laufenden und geplanten klinischen Studien. Auch an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt a.M. werden Patienten im Rahmen einer kontrollierten Lucentis-Studie behandelt.

Auch Diabetiker profitieren von einer Kombinationstherapie:

Bei diabetischer Netzhauterkrankung, vor allem bei Komplikationen, z.B. in Form von kleinen und größeren Blutungen, besteht die Chance, durch eine kleine Kern-Vitrektomie mit Entfernung des Bluts aus dem Glaskörperraum und der gleichzeitigen Eingabe von frischer kochsalzartiger Flüssigkeit in Kombination mit der Injektion von Avastin oder ähnlich wirkenden Medikamenten, dem Wiederauftreten von Blutungen und anderen Komplikationen erfolgreich entgegenzutreten.


 
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