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Rheopherese zur Behandlung der trockenen altersabhängigen
Makuladegeneration - das Frankfurter Modell
Wissenschaftliche Studien und klinische Erfahrung belegen
die Wirksamkeit
Die Rheopherese ist ein Verfahren zur Blutreinigung, welches speziell zur
Behandlung von Durchblutungsstörungen kleinster Gefäße entwickelt wurde.
Vereinfacht formuliert besteht bei der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration
eine solche Durchblutungsstörung der Netzhaut, die mit Hilfe der Rheopherese
nachhaltig verbessert werden kann. Dies konnte In ersten wissenschaftlich
belegten klinischen Studien nachgewiesen werden. So zeigte sich, dass bereits
8-10 Rheopheresebehandlungen über einen Zeitraum von 10-21 Wochen den natürlichen
Verlauf der trockenen Makuladegeneration -bis hin zu einer andauernden Verbesserung
des Sehvermögens- günstig beeinflussen können. Weitere Forschungsergebnisse
aus aktuell in den USA durchgeführten Studien sind im Laufe des Jahres 2005
zu erwarten.
Nicht alle Patienten können Erfolg versprechend behandelt
werden
Die bisherigen Forschungsergebnisse und weitreichende Erfahrungen aus
der klinischen Praxis lassen erkennen, dass bestimmte frühe Formen der
Makuladegeneration besonders gut auf das Behandlungsverfahren ansprechen,
während sich andere Patientengruppen nicht zur Therapie mit der Rheopherese
eigenen.
Ambulante Behandlung im Rahmen des Frankfurter Modells
Die Besonderheit des neuen Verfahrens liegt darin, dass die "Blutreinigung"
mit einer speziellen Apparatur außerhalb des Körpers durchgeführt wird.
Nachdem der Augenarzt bei Ihnen festgestellt hat, dass die Chancen für eine
Behandlung der trockenen Makuladegeneration mit dem neuen Verfahren aussichtsreich
sein könnten, nimmt dieser Kontakt mit einem Spezialisten für Blutreinigung
auf, der die Rheopheresebehandlung dann vornimmt. In der Regel handelt es
sich dabei um einen Nephrologen.
Das Zentrum der Augenheilkunde der Universität Frankfurt arbeitet zu
diesem Zweck mit dem sogen. Apheresezentrum im Maingau Krankenhaus zusammen.
Besonderheiten des "Frankfurter Modells" sind die interdisziplinäre Kooperation
und ein begleitendes Qualitätsmanagement, in das sowohl die Augenärzte
als auch die Apheresezentren eingebunden sind. Federführend ist das Apherese
Forschungsinstitut in Köln.
Die Indikationsstellung erfolgt durch den Augenarzt, anschließend stellt
sich der Patient im Apheresezentrum zur internistischen Eingangsuntersuchung
vor und wird dort über die Rheopherese aufgeklärt. Liegen keine Gründe
vor, die gegen eine Behandlung sprechen, erfolgt die erste Serie von 8
Einzelbehandlungen über einen Zeitraum von 10-13 Wochen. Anschließend
führt der Augenarzt eine Kontrolluntersuchung durch. In 3-6-monatigen
Abständen sollte dann eine augenärztliche Verlaufsuntersuchung erfolgen,
und ggf. die Indikation zur Wiederholungsbehandlung mit einer oder mehreren
Rheopheresen nach individueller Erfordernis jährlich überprüft werden.
Die Rheopherese wird ambulant durchgeführt und dauert ca. 3 Stunden in
denen das Blut kontinuierlich gefiltert wird. Diese Zeit verbringt der
Patient in einer bequemen Behandlungsliege. Wie bei der Blutspende erfolgt
der Gefäßzugang durch periphere Venen. Dabei werden zunächst bestimmte
Eiweiß-Bestandteile aus dem Blut herausgefiltert. Das aufbereitete Blutplasma
wird anschließend mit den Blutzellen wieder zusammengeführt und
zurück in den Blutkreislauf des Patienten gegeben. Die Rheopherese
bewirkt eine sofortige Verbesserung der Blutfließeigenschaften des Blutes.
Durch die wiederholte Behandlung kann es zu einer nachhaltigen Erholung
der Gewebefunktion kommen.
Wer erstattet die Kosten ?
Eine Kostenübernahme bei gesetzlich versicherten Patienten erfolgt nur
in wenigen Ausnahmefällen auf Einzelantrag.
Einige private Krankenversicherungen übernehmen unter bestimmten Umständen
die Kosten für die Rheopheresebehandlung.
Außerhalb von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen kann die
Rheopherese nur als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten
und abgerechnet werden.
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