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Netzhautdegeneration und NetzhautlochAutor: Prof. Dr. Frank Koch
Wie entstehen Netzhautdegenerationen und Netzhautlöcher?Die Netzhaut kleidet den Augapfel von innen aus. Sie nimmt das Licht, das in das Auge fällt auf, verarbeitet dieses und leitet es über den Sehnerv weiter an das Gehirn. Die Netzhaut liegt lose der Aderhaut auf und haftet lediglich durch sogenannte Adhäsionskräfte auf dieser Unterlage an. Die einzigen festen Verwachsungen bestehen im Bereich des Sehnerven und an der äußeren Netzhautzirkumferenz. Gerade an diesen peripheren Netzhregionen kann die Netzhaut dünne Stellen aufweisen, sogenannte Netzhautdegenerationen. Reißen diese Degenerationen ein, kommt es zu peripheren Netzhautlöchern, die wiederum zu Netzhautablösungen führen können. Begünstigt und auch ausgelöst werden Netzhautlöcher und -degenerationen durch eine sogen. hintere Glaskörperabhebung (hintere Abhebung des weichen Augeninnenkörpers). Der Glaskörper füllt das Augeninnere aus. Im Laufe des Lebens kommt es zu einem Wasserverlust und damit zur Schrumpfung des Glaskörpers. Während dieses Vorganges kann es zu Adhäsionen (Anhaftungen) und Traktionen (Zugkräften) an der Netzhaut kommen, die an diesen Stellen einreißen kann. Kurzsichtige Patienten mit einem längeren Augapfel und einer gedehnten und teilweise verdünnten Netzhaut sind statistisch gesehen häufiger von Netzhautdegenerationen und -löchern betroffen.
Welche Beschwerden werden verursacht?Beschwerden, die Hinweise auf entstehende Netzhautdegenerationen bzw. -löcher geben können, sind Blitze, die man auch bei geschlossenen Augen wahrnimmt, zunehmende "Flusen" oder "fliegende Mücken", die vor dem Auge schwimmen. Ein sogen. Rußregen ,d. h. zunehmende sich bewegende schwarze Punkte im Gesichtsfeld, ist ein weiteres Zeichen.
BehandlungNetzhautdegenerationen und -löcher werden vom Augenarzt mittels einer Netzhautuntersuchung (Ophthalmoskopie oder Funduskopie) bei weitgetropfter Pupille entdeckt. Netzhautlöcher, in einigen Fällen auch Netzhautdegenerationen werden mittels einer Netzhautlasertherapie behandelt. Hierbei werden die Lochränder oder die Umgebung einer Netzhautdegeneration mit dem Laserstrahl auf der Unterlage, der Aderhaut festgeschweißt, so daß es nicht mehr zu einer Netzhautablösung kommen kann. Besteht bereits eine Netzhautablösung, so muß diese operativ behandelt werden. Personen, die zu Netzhautdegenerationen neigen, also auch Kurzsichtige sollten sich daher in regelmäßigen Abständen, die der Augenarzt festlegt, zur Untersuchung der Netzhaut bei weiter Pupille vorstellen. Symptome bzw.
Netzhautsprechstunde der Universitäts-Augenklinik Frankfurt auch in NotfällenDie Uni-Augenklinik Frankfurt bietet eine Netzhautsprechstunde sowohl in der Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie als auch in der allgemeinen Poliklinik an. Notfälle werden in der Poliklinik jederzeit betreut.
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15 Mai, 2005
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