Glaskörper- und Netzhautchirurgie des Zentrums für Augenheilkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
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Laserbehandlung der Netzhaut

Autor: Prof. Dr. Frank Koch

 

Laser ist die Abkürzung für "Light Amlifikation by Stimulated Emission of Radiation". Es handelt sich hierbei um ein hochenergetisches Licht einer bestimmten Wellenlänge und einer festen Phasenbeziehung. Der Einsatz von Laserlicht in der Medizin ist vielfältig. Alle beschriebenen Laserbehandlungen im Bereich der Netzhaut werden nach Betäubung der Augen mit entsprechenden Augentropfen und bei weitgestellter Pupille durchgeführt. Die Behandlung selbst ist in der Regel nicht oder nur wenig schmerzhaft. Komplikationen (z. B. Blutungen und Schwellungen der Netzhaut) sind extrem selten.

 

Netzhautlöcher

Hierbei werden die Lochränder von Netzhautdefekten durch den Laserstrahl mit der Unterlage, der Aderhaut, "verschweißt". Dadurch verhindert man ein Eindringen von Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut und damit eine Netzhautablösung.

 

Diabetische Netzhautveränderungen

Diabetische Netzhautveränderungen kann man allgemein als eine chronische Durchblutungsstörung der Netzhaut beschreiben. Mit der Laserbehandlung versucht man Teile der schlecht durchbluteten Netzhaut zu veröden (koagulieren), um hiermit die Sauerstoffversorgung der verbliebenen nicht koagulierten Netzhaut zu verbessern. Dadurch kann man ein Fortschreiten der diabetisch verändertenNetzhaut verhindern. Weiterhin kommt es durch Gefäßschädigungen zu Flüssigkeitsaustritt in bzw. unter die Netzhaut. Durch eine gezielte Laserbehandlung wird versucht, Gefäße zu veröden bzw. einen besseren Abfluß der Flüssigkeit aus der Netzhaut zu schaffen.

 

Durchblutungsstörung (z.B. Netzhautvenenverschlüsse)

Ähnlich wie bei den diabetischen Netzhautveränderungen verödet man schlecht durchblutete Netzhautareale und kann so die Sauerstoffversorgung der nicht koagulierten Netzhaut verbessern. Weiterhin verhindert man die Bildung von neuen, nicht erwünschten Netzhautgefäßen, aus denen es, wenn sie sich gebildet haben, unter die Netzhaut oder in den Glaskörperraum bluten kann.

 

Makulaerkrankungen (insbesondere Makuladegeneration)

Bei einem bestimmten Anteil von Erkrankungen der Makula (deis ist die Stelle des schärfsten Sehens) kommt es aus einem Gefäß zu einem punktuellen Flüssigkeitsaustritt unter die Netzhaut. Durch eine kleinflächige Laserbehandlung verödet man das durchlässige Gefäß. Gerade bei der Makuladegenerationen kann es zu Gefäßneubildungen im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens kommen. Liegt das Gefäß knapp außerhalb dieser Stelle, kann mit Hilfe des Lasers diese neugebildete Gefäßmembran verödet werden.

 

Netzhautsprechstunde der Universitäts-Augenklinik Frankfurt auch in Notfällen

Die Uni-Augenklinik Frankfurt bietet eine Netzhautsprechstunde sowohl in der Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie als auch in der allgemeinen Poliklinik an. Notfälle werden in der Poliklinik jederzeit betreut.

 


   
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