Glaskörper- und Netzhautchirurgie des Zentrums für Augenheilkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
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Studierende / Lehre

Ultraschalluntersuchung des Auges

Autor: Prof. Dr. Frank Koch

 

Die Ultraschalluntersuchung spielt trotz der hochentwickelten bildgebenden Verfah-ren wie der Computertomographie und der Kernspintomographie in der augenärztli-chen Diagnostik eine entscheidende Rolle. Die Vorteile der Ultaschalluntersuchung liegen in der schnellen und unkomplizierten Durchführbarkeit, der fehlenden Belas-tung bzw. Schmerzfreiheit des Patienten und der praktisch nicht vorhandenen Ne-benwirkungen. Die Ultraschalldiagnostik gliedert sich auf in verschiedene Untersu-chungsverfahren die jeweils bestimmte Augenabschnitte darstellen können. Unter-sucht und dargestellt werden können die vorderen Augenabschnitte inklusive Horn-haut, Augenvorderkammer, Kammerwinkel; Regenbogenhaut, Augenlinse und Strah-lenkörper. Die Untersuchung des hinteren Augenabschnitts berücksichtigt den Glas-körper, die Netzhaut, die Aderhaut und die Augenwand. Ein weiteres Augenmerk wird auf die Augenhöhle (Orbita) mit ihren Muskeln, Gefäßen und dem Sehnerv ge-legt. Wichtige Beispiele für Erkrankungen, bei denen eine Ultraschalluntersuchung wichtig werden kann sind:

  • Eine dichte Hornhauttrübung, ein dichter grauer Star oder Glaskörpertrübungen bzw. -blutungen: Mit Hilfe des Ultraschalls können die Netzhaut und die hinteren Strukturen des Augapfels beurteilt werden.
  • Eine Netzhautablösung: Die Ultraschalluntersuchung gibt Auskunft über die Beschaffenheit einer Netzhautablösung und grenzt diese gegen ähnlich aussehende Krankheitsbilder ab.
  • Fremdkörper im Augeninneren: Der Ultraschall erlaubt häufig eine Darstellung und Lokalisation des Fremdkörpers im Auge.
  • Tumore und Raumforderungen im oder hinter dem Auge: Die Ultraschalluntersuchung erlaubt die Messung der Größe und gibt Aussagen über die Beschaffenheit des Tumors und gibt dadurch wichtige Hinweise für die Planung des weiteren Vorgehens.
  • Ein sogenannter Morbus Basedow (endokrine Orbitopathie), d. h. eine krankhafte Veränderung des hinter dem Auge gelegenen Gewebes: Mit Hilfe der Ultraschalldiagnostik können die einzelnen Strukturen hinter dem Auge wie Muskeln, Tränendrüse und Sehnerv gemessen werden und dadurch wichtige Entscheidungsshilfen für eine weitere Therapie getroffen werden.
  • Sehnervenerkrankungen: Die Ultraschalluntersuchung erlaubt die Lokalisation und Größenausdehnung eines krankhaften Prozesses am Sehnerven.

 

Ultraschalluntersuchung der Universitäts-Augenklinik Frankfurt auch in Notfällen

Die Uni-Augenklinik Frankfurt bietet eine Ultraschalluntersuchungen sowohl über die Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie als auch in der allgemeinen Poliklinik an. Notfälle werden in der Poliklinik jederzeit betreut.

 


   
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